Christuskirche Raubling

Die Christuskirche Raubling ist die älteste Evangelische Kirche im oberen Inntal. Sie wurde am
20. Mai 1952 an Christi Himmelfahrt eingeweiht.

Durch die Flucht vieler Evangelischer nach dem Zweiten Weltkrieg und die Ansiedlung von Industrie,
z. B. die Verlegung der Zellstoffwerke Aschaffenburg (später PWA; heute SCA) nach Raubling, war ein evangelischer Kirchenbau notwendig geworden.
Dem Architekten Fritz von Kotzebue aus Traunstein gelang es mit den damaligen Ressourcen einen Bau zu realisieren, der auf alte Tradition zurückgriff und doch neu war.
Der Innenraum nimmt die Idee des Kirchenschiffs auf, in dem die Gemeinde aufgehoben ist. Von den weiß gekalkten Wänden setzen sich die hölzernen Rippen (Spaten) ab, die den Raum tragen und ihn wie ein die Gemeinde umwölbendes Schiff erscheinen lassen.
Nicht die Helligkeit bestimmt den Raum, sondern gedämpftes Licht, das für Geborgenheit steht.

Über dem Altar leuchtet deshalb auch besonders das bunte Glasfenster, gestaltet von Markus von Gosen, Prien. Es zeigt den Heiligen Geist in Gestalt der Taube. Er steht für den Geist Gottes, für seine Gegenwart, wie sie besonders eindrücklich dargestellt wird in der Taufe Jesu oder im Pfingstwunder.
"O Heiliger Geist kehr bei uns ein und lass uns Deine Wohnung sein."

Eine Besonderheit ist die Glocke der Christuskirche. Sie wurde 1756 für die Kirche der Gemeinde Stolzenfelde (heute: Stradzewo, Polen) gegossen und so läutet sie bis heute für die Raublinger zur Freude und Besinnung.